Mitten in warmen Gold- und Ockertönen sitzt sie ruhig, aufrecht, die Schrift in den Händen. Um sie herum drängen sich Menschen: Männer und Frauen, Alte und Junge, Erschöpfte und Aufgewühlte, Suchende und Staunende.
Maria sitzt inmitten der Gemeinschaft - nicht über ihr. Sie ist Hörende. Sie ist Schützende. Ihr Blick ist ruhig, während um sie herum Hände sich heben, Gesichter sich dem Licht zuwenden, Herzen sich öffnen.
Die Apostelgeschichte beschreibt es schlicht und revolutionär:„Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu." (Apg 1,14) >>
Mit langem Atem leben – So lautet der Titel unseres Bildbandes 2026. Biblisch betrachtet beginnt Leben nicht mit dem, was ich leiste, sondern mit dem, was ich empfange. Schon am Anfang der Bibel heisst es, dass Gott dem Menschen den Lebensatem einbläst – sodass er lebendig wird. Unser Atem ist damit mehr als Biologie: Er erinnert daran, dass wir aus einer Quelle leben, die grösser ist als wir selbst. Dieser Atem ist in der Bibel zugleich ein Bild für Gottes Geist. Geist ist nicht etwas, das man besitzt oder steuert, sondern etwas, das trägt, bewegt und belebt. Darum kann der Prophet sagen: «Gottes Geist hat mich erschaffen, der Atem des Allmächtigen hat mir das Leben gegeben» (Hiob 33,4). Wer «mit langem Atem» lebt, lebt im Horizont dieser Zusage: Nicht ich halte alles zusammen – Gottes Geist hält mich.
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Die Schweizer Pallottiner haben den Provinzrat für die Amtsdauer 2026 bis 2029 gewählt. Dem neuen Provinzrat gehören P. Andy Givel als Provinzial, P. Kiran Gottipati als Vizeprovinzial sowie P. Adrian Willi als 2. Rat an. P. Erich Schädler bleibt weiterhin Provinzökonom und Missionssekretär. Die Einsetzung der neuen Provinzleitung fand am Fest Verkündigung des Herrn innerhalb eines Gemeinschaftsgottesdienstes statt.

Mit der Wahl von P. Andy Givel beginnt seine dritte Amtsperiode als Provinzial. Seit sechs Jahren prägt er die Leitung der Schweizer Pallottiner mit pastoraler Nähe, Weitblick und einem offenen Gespür für die Zeichen der Zeit.
Mit P. Kiran Gottipati übernimmt ein Mitbruder Verantwortung, der in besonderer Weise für die internationale Verbundenheit der pallottinischen Gemeinschaft steht. Die Schweizer Pallottiner setzen bewusst auf die Zusammenarbeit mit Mitbrüdern aus indischen Pallottinerprovinzen. Diese internationale Erfahrung und gegenseitige Bereicherung sind für das Leben und die Zukunft der Gemeinschaft von grosser Bedeutung. >>
Einmal im Jahr kommen die Provinzleitungen der Herz-Jesu-Provinz und der Bruder-Klaus-Provinz zu einem gemeinsamen Austausch zusammen. In diesem Jahr fand das Treffen am 22. und 23. März 2026 im Haus St. Josef auf dem Herzberg statt.
Auch wenn die beiden Provinzen in ihrer Ausrichtung, ihren Schwerpunkten und ihren konkreten Situationen kaum unterschiedlicher sein könnten, wird gerade darin der Wert dieser Begegnung sichtbar. Der offene Austausch, das gegenseitige Zuhören und das mutbrüderliche Beisammensein wurden von allen Beteiligten als bereichernd erlebt.
Im Blick auf das Treffen der Höheren Obern der Gemeinschaft im April 2026 in Friedberg (D) sowie auf die Generalversammlung der Gemeinschaft im Jahr 2028 konnten gemeinsame Themen angesprochen und erste Überlegungen miteinander geteilt werden. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig solche Begegnungen sind: Sie stärken nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern helfen auch, gemeinsame Herausforderungen frühzeitig in den Blick zu nehmen.
Neben den inhaltlichen Gesprächen war auch die persönliche Begegnung ein wertvoller Teil dieses Treffens. Das jährliche Zusammensein macht erfahrbar, dass Unterschiedlichkeit nicht trennt, sondern bereichern kann, wenn sie im Geist von Offenheit, Respekt und Gemeinschaft gelebt wird.
Ein Gebet zum Pallottitag 2026
in Anlehnung an das Jahresmotto am Gymnasium Friedberg: Wurzeln & Flügel
Guter Gott,
du kennst unsere Sehnsucht nach Weite und Freiheit,
und du kennst auch unsere Angst, zu scheitern oder uns zu verlieren.
Schenke uns Wurzeln, die tragen:
Menschen, die uns gut tun,
Werte, die bleiben,
Vertrauen, das stärker ist als Applaus und Leistung.
Lass uns Orte finden, an denen wir nicht „funktionieren“ müssen, sondern sein dürfen.
Schenke uns Flügel, die senden:
Mut, nicht zynisch zu werden,
Mut, hinzuschauen, wo andere wegschauen,
Mut, im Kleinen anzufangen und das Gute zu tun.
Bewahre in uns die Freude, Verantwortung zu übernehmen,
ohne uns ständig beweisen zu müssen.
Wir danken dir für den heiligen Vinzenz Pallotti,
der Menschen aufgerichtet und ihnen zugetraut hat,
dass jeder und jede eine Würde und eine Aufgabe hat.
Gib auch uns seinen Geist:
dass wir verbinden statt trennen,
ermutigen statt abwerten,
und Hoffnung wecken in unserer Zeit.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.
Der heutige 15. September 2025 darf mit Recht als ein Tag von historischem Wert bezeichnet werden: In Fribourg wurde die neue KOVOS gegründet – die Konferenz der Institute des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens in der Schweiz.
Damit ist der Boden geebnet, dass künftig alle Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens, Männer wie Frauen, in einer gemeinsamen Konferenz organisiert sind. Was in Deutschland und anderen Ländern seit vielen Jahren als Selbstverständlichkeit gilt, wird nun auch in der Schweiz Wirklichkeit: ein gemeinsames Forum für Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsames Auftreten in Kirche und Gesellschaft. >>
Am Samstag nach Aschermittwoch, am 8. März 2025, hielt Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger, anlässlich der TAGUNG AM FRIEDBERG, ein mitreissenden und nachdenklich stimmendes Referat. zum Thema: "Künstliche Intelligenz"? Datenbasierte Systeme (DS)!
Nun ist dieses Referat in der Publikationsreihe "Tagung am Friedberg" erschienen.
Im Schlusswort schreibt der Autor:
"Die Zeit drängt. Der ökologische Fussabdruck von DS ist enorm. Menschenrechtsverletzungen mit oder durch DS finden ständig statt. Demokratische Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse werden
substanziell manipuliert. Ganze Gesellschaften sind von "Fake-News" bedroht. Führungskräfte und Entscheidungsträger:innen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft fürchten, dass ihre Karriere
durch einen "Deep-Fake" vernichtet wird. Dies sind nur einige Beispiele, die verdeutlichen, warum es dringend notwendig ist, mit hoher Dringlichkeit endlich zu handeln und etwas für die
Nachhaltigkeit und Menschenrechte im Bereich DS zu tun."
Bestellen Sie das gedruckte Referat hier >>
Bruder Beat Meier
Pallottiner
Geboren am 31.08.1945
Profess am 30.09.1973
Gestorben am 24.05.2025
Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, weil ihr den Glauben an die Kraft Gottes angenommen habt, der ihn von den Toten auferweckte. Halleluja. Kol 2,12
Wir nehmen Abschied am Montag, 2. Juni 2025 um 10.30 Uhr in der Marienkapelle Morschach SZ.
Anschliessend Beisetzung auf dem Gemeinschaftsfriedhof.
R.I.P.
„Hoffnung ist Leidenschaft für das Mögliche“, schreibt Søren Kierkegaard. Dieser Gedanke hat uns inspiriert, einen Bildband zu gestalten, der Mut machen will: Mut, dem Leben offen und zuversichtlich zu begegnen – auch und gerade dann, wenn die Zukunft ungewiss ist.
Unser neuer Bildband Geduldig Hoffen lädt dazu ein, sich auf Bilder, Gedanken und Geschichten einzulassen, in denen Menschen ihre Hoffnung bewahrt haben. Sie erzählen davon, wie es gelingen kann, trotz aller Herausforderungen weiterzugehen – getragen von einer inneren Kraft, die uns leise und beharrlich zum Leben einlädt.
Hoffnung bedeutet nicht, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschliessen. Sie bedeutet, an Möglichkeiten zu glauben, die vielleicht noch im Verborgenen liegen. Und sie wächst, wenn wir uns gegenseitig stärken und ermutigen.
Nehmen Sie sich Zeit, in diesem Bildband zu blättern, Texte auf sich wirken zu lassen und vielleicht neu zu entdecken, was auch in Ihrem Leben wachsen und sich entfalten möchte.
Im Namen unserer Pallottinergemeinschaft danke ich Ihnen für Ihre Treue und wünsche Ihnen viel Freude und Inspiration beim Lesen und Betrachten.
Bleiben wir geduldig hoffend – für uns selbst und für die Welt um uns herum.
P. Andy Givel, Provinzial
Was einst sorgfältig dokumentiert, abgeheftet oder in einer Schublade verstaut wurde, erzählt heute spannende
Geschichten – wenn man sich die Zeit nimmt, im Archiv zu stöbern. Dort begegnen uns Momentaufnahmen vergangener Zeiten: Bilder, Briefe, Protokolle, handschriftliche Notizen – Spuren eines
lebendigen Miteinanders, das oft schon fast vergessen schien.
Gerade im Blick auf Ereignisse, die 75 Jahre zurückliegen, wird deutlich, wie stark unsere Gegenwart mit der
Vergangenheit verwoben ist.
In unserer neuen Rubrik „Pater Erich stöbert im Archiv…“ nimmt uns Pater Erich mit auf eine Entdeckungsreise durch das, was
früher war – Überraschendes, Nachdenkliches, manchmal auch Schmunzelndes. Lassen Sie sich mitnehmen in die Geschichten hinter vergilbtem Papier und verblasster Tinte – sie haben mehr mit uns zu
tun, als man auf den ersten Blick denkt. >>
Am Samstag nach Aschermittwoch fand die Tagung am Friedberg zum hochaktuellen Thema "Künstliche Intelligenz – ethische Überlegungen" statt. Rund 100 interessierte Personen nahmen daran teil und verfolgten mit grosser Aufmerksamkeit den Vortrag von Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger, Ordinarius für Theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik an der Universität Luzern sowie Gastprofessor am ETH AI Center.
Abbildung 1Die gut besetzte Mensa des Gymnasium Friedberg
Der Referent erläuterte in verständlicher Weise die ethischen Herausforderungen, die mit datenbasierten Systemen einhergehen. Er zeigte auf, dass KI grosse Fortschritte ermöglicht, die früher unerreichbar schienen und nannte die medizinische Diagnostik oder die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen.
VINZENZ PALLOTTI hat uns viele Gebete und Texte hinterlassen. Mache wirken manchmal etwas sperrig. Vertont mit Hilfe heutiger Hilfsmittel erhalten sie neues Leben.
Viel Freude beim Hören und Mitbeten!
Dank Ihrer grosszügigen Unterstützung dürfen wir verschiedene pallottinische Projekt Weltweit unterstützen. Herzlichen Dank!
Die Veröffentlichung der Pilotstudie zum sexuellen und spirituellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche Schweiz hat ein schockierendes Bild präsentiert. Das Leid, welches Menschen durch Mitarbeitende der katholischen Kirche über Jahrzehnte hinweg angetan wurde und leider immer noch wird, übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Auch und besonders Mitglieder aus Ordensgemeinschaften haben sich schuldig gemacht. Wir Pallottiner bilden einen Teil der Orden und Apostolischen Gemeinschaften in der Schweiz. An unseren Institutionen, Einrichtungen und Schulen wurden auch Fehler gemacht und Menschen verletzt, welche bei Bekanntwerden, so unsere Information heute, aufgearbeitet wurden. Betroffene sind gebeten sich bei einer Anlaufstelle zu melden oder mit dem Provinzialat in Kontakt zu treten. Vielen Dank!
P. Andy Givel, Provinzial
Opferhilfe SG /AR /AI
Teufender Strasse 11
9001 St. Gallen
071 227 11 00
Interessengemeinschaft für
Missbrauchsbetroffene Menschen
Im kirchlichen Umfeld
077 461 65 52
Provinzialat der Schweizer Pallottiner
Friedbergstrasse 16
9200 Gossau
071 388 53 40
Vinzenz Pallotti hat uns beinahe unzählige Worte, Aphorismen und Gedanken hinterlassen. Was haben diese Worte uns Heutigen zu sagen?
In der Rubrik: "Vinzenz Pallotti sagt", erscheint immer wieder ein Wort, ein Gebet unseres Gründers. Lassen Sie sich inspirieren von den Worten eines Heiligen, der nicht nur die Menschen
Roms des 19. Jahrhundert begeistert hat, sondern auch uns zum Nachdenken bringt.
Weitere Worte von Vinzenz Pallotti finden Sie hier >>